Susanne und Hannes, 2017, two channel video installation, 3 editions + 3 A. P.
Channel 1: Full HD, 16:9, color, without tone, 10 min. 02 sec. Loop
Channel 2: Full HD, 16:9, color, without tone, 11 min. 31 sec. Loop

 

 

 

 

 

 

 

 

 


zwei Stühle weiß (two chairs white), 2016, Zwei-Kanal Videoinstallation, 3 Auflagen + 3 A. P.
Channel 1: Full HD, color, without tone, 16:9, 09 min. 14 sec. Loop
Channel 2: Full HD, color, without tone, 16:9, 11 min. 24 sec. Loop

Zwei weiße Stühle, die sich ähneln, schweben sachte auf und ab. Sie sind an die Wand projiziert. Jeder Beamer projiziert dabei eine

Aufnahme eines Stuhles. Die beiden Projektionen befinden sich auf einer Ebene, ihre Bildflächen überschneiden sich. So wie jeder Stuhl

seine eigenen individuellen Eigenschaften hat, haben beide Stühle ihren eigenen Bildraum. Am Rande der doppelt beleuchteten Fläche,

verhalten sich die Stühle zueinander und geraten in Bewegung.

 

 

 

 

 

 

 


Peter, 2016, two channel video installation. 3 editions + 3 A. P.
Channel 1: Full-HD, 16:9, color, without tone, 02 min. 06 sec. Loop, projection size about 300x100x150 cm
Channel 2: S. D., 4:3, color, without tone, 01 min. 38 sec. Loop, TV 60x45x48 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Hände (the Hands), 2017, two Dia projektions, 3 editions + 3 A.P.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Susanne & Hannes, 2017, two channel video installation, 3 Auflagen + 3 A. P.
Channel 1:  Full HD, 16:9, color, without tone, 10 min. 02 sec. Loop
Channel 2: Full HD, 16:9, color, without tone, 11 min. 31 sec. Loop

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Schloss Karlsruhe (Karlsruhe Palace), 2020, two channel video installation, 3 editions + 3 A. P.
Channel 1: Full HD, 16:9, color, without tone, 14 min. 47 sec. loop
Channel 2: Full HD, 16:9, color, without tone, 14 min. 53 sec. loop

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Masked Faces, 2024, six channel video installation
Found-Footage, color, without tone, 13 min. sec. 27 Loop

Masked Faces ist eine Videoinstallation bei der sechs Fernseher so im Raum gruppiert sind, dass

synchron auf jedem Bildschirm ein maskiertes Mitglied einer Kampfgruppe zu sehen ist.

Anas Kahal hat hierfür 14 Videos (ca. je eine Minute) aus YouTube heruntergeladen und das Found Footage so stark herangezoomt,

dass pro Video sechs einzelne Nahaufnahmen von den Köpfen der Kämpfer entstanden sind. Bei den Originalvideos handelt es sich

um die frühsten Videos radikaler Gruppen, die sich 2011 in Syrien formierten und mit denen sie ihre Gründung und Überzeugungen

zum ersten Mal öffentlich publik machten.

Bei der Videoinstallation sind hiervon nur Ausschnitte ohne Ton zu sehen. So liegt der Fokus ganz auf der Körpersprache der Männer.

Denn in Anas Kahals Arbeit geht es um die Spannung zwischen der Individualität einzelner Mitglieder und der Zugehörigkeit zu einer

Gruppe. Dieser Kontrast kommt in den leichten Bewegungen der Individuen in der Stille und der starken Bewegung der Kämpfer am

Ende der Videos zum Ausdruck. Und so ist es der Jubel der einzelnen Mitglieder, verteilt auf den Fernsehern, der sie nun unübersehbar

zu einer Gruppe verbindet.

 

 

 

 

 

 

 

 


Watchers of Paris, 2020, Two channel video installation, 3 edition + 3 A.P.
Channel 1: Full HD,16:9, color, tone, 23 min. 01 sec. loop
Channel 2: Full HD,16:9, color, tone, 22 min. 16 sec. loop

„Leute laufen an mir vorbei, sie gucken mich gar nicht an. Im besten Fall gibt mir einer ein bisschen Geld. Ich bin aber viel mehr als

obdachlos. Ich bin ein Mensch. Seit zwölf Jahren, seit ich auf der Straße wohne, habe ich keine Freundschaft aufgebaut und keine

einzige Frau kennengelernt. Ich lebe im Zentrum von Paris, aber es fühlt sich an als ob ich in der Wüste wohne.“ -Fidel

Ich bin überrascht wie viele Obdachlose es in den Straßen von Paris gibt. Das Thema hat mich noch mehr beschäftigt nach dem ich eines

Tages Fidel kennen gelernt habe. Ich habe mich mit ihm gut verstanden und ab und zu gerne unterhalten. Er hat mal in einem Theater

als Allrounder gearbeitet. Wir haben über das Reisen, die Kunst, die Politik und vieles mehr gesprochen. Ich habe ihn überzeugt bei meinem

Projekt mit den Obdachlosen mitzumachen. Mein Konzept fand er zu wenig. Er konnte sich eine klassische Doku mit ihm vorstellen und

schlug vor, wo die Kamera stehen soll wenn er von weit weg zur seiner Ecke kommt, bevor er dann mit der Erzählung anfängt. Schließlich

haben wir uns entschieden meine und seine Vision zu realisieren.

Wochen danach war ich bereit mit meinem Projekt anzufangen. Fidel hat aber den Termin für die Aufnahme drei Mal verschoben, weil es ihm

nicht gut ging. Ich hatte das Gefühl, dass eine schwierige Phase bei ihm anfing. Er hatte einen leeren Blick und sah erschöpft, unkommunikativ

und schlecht gelaunt aus. Ab und zu hat er laut gebrüllt, auch nachts! Ein paar Tage später war Fidel auf einmal weg und die Ecke wurde komplett

mit einem Zaun als Obdachlosen-Sperre geschlossen. Seit dem habe ich ihn nicht mehr getroffen.

Watchers of Paris besteht aus 14 Videoaufnahmen in denen die Obdachlosen die zwischen Schlaf und Wach sein, im Zentrum des Bildes sind und

auf Augenhöhe aufgenommen wurden. Zu den Videos gibt es keine Erzählung. Ich habe den Ton auf die originalen Straßengeräusche reduziert.

Die 14 Videos werden auf mehreren Kanälen von Projektoren, die im Raum verteilt sind in großformatiger Form projiziert. ich habe die realistischen

Videoaufnahmen verfremdet in den ich sie in die Vertikale projiziert habe, um den instabilen Zustand der Obdachlosen beim Stehen zu zeigen.

ich habe die realistischen Videoaufnahmen verfremdet in den ich sie in die Vertikale projiziert habe. Ich widme meine Arbeit Fidel, der die Motivation

dieser Arbeit ist.